Erster Dienst in Präsenz nach dem Lockdown

Erster Dienst in Präsenz nach dem Lockdown

Nach vielen Monaten der Online-Dienste konnten wir uns gestern Abend endlich wieder zu einem Feuerwehr-Dienst im Gerätehaus treffen. 32 Mitglieder der Einsatzabteilung nahmen, unter Einhaltung der entsprechenden Hygieneregeln, an unserem ersten gemeinsamen Dienst teil.

Unter diesen 32 Mitgliedern der Einsatzabteilung befanden sich erfreulicherweise einige neue Gesichter, die während der andauernden Pandemie den Weg zu uns gefunden haben. Somit haben wir trotz des wenigen Kontaktes der letzten eineinhalb Jahren eine stabile Anzahl Mitgliedern in der Einsatzabteilung, die an jedem der 365 Tage im Jahr 24 Stunden lang bereit stehen, um Menschen in Not zu helfen.

Um mit einem spannenden Dienst zu starten, hatten sich unsere beiden Zugführer eine kleine Zugübung für alle Fahrzeuge ausgedacht. Dafür fuhren die Fahrzeuge verschiedene Standpunkte im Ortsgebiet als Bereitstellungspunkte an, um von dort aus mit Alarm zum eigentlichen Übungsobjekt auszurücken. Der initiale Einsatzbefehl ließ auch nicht lange auf sich warten „Rauchentwicklung im Gebäude, zwei Personen werden vermisst“ war die Meldung und es ging in den Bauernwiesenweg 66.

Als der Einsatzleiter an der Einsatzstelle eintraf, bot sich ihm folgendes Bild: Aus der Werkstatt sowie aus der großen Fahrzeughalle des ansässigen Bauhofes drang Rauch nach außen. Ein Einweiser vor Ort berichtete außerdem, dass sich noch zwei Personen in der Werkstatt befunden hätten, als das Feuer ausbrach. Der Einsatzleiter leitete daraufhin die Menschenrettung von zwei Seiten aus ein. Von der Seite des Bauernwiesenweges übernahmen das Tanklöschfahrzeug und die Drehleiter und auf der Seite der Empelder Straße das Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug. Mehrere Trupps unter schwerem Atemschutz drangen danach in die Räumlichkeiten vor. Sie retteten die vermissten Personen zügig und löschten im Anschluss das Feuer.

Um die Sicht zu verbessern und die Belastung der Patienten mit giftigen Gasen zu minimieren, setzten wir unser Belüftungsgerät ein. Da wir zu den taktischen Möglichkeiten der Belüftung von Einsatzstellen erst am Anfang des Monats einen Online-Dienst abgehalten hatten, konnte das frisch gewonnene Wissen direkt umgesetzt werden.

Nach gut einer Stunde waren der Übungseinsatz beendet und alle Fahrzeuge und Gerätschaften wieder einsatzbereit verlastet, sodass wir zum gemütlichen Teil übergehen konnten. In großer Runde, dennoch mit genügend Abstand und unter Beachtung unseres aktuell gültigen Hygienekonzeptes, wurde gemeinsam die lang ersehnte Bratwurst verzehrt.

Das Fazit des gestrigen Dienstes lautet: Es tat gut, dass man nach so langer Zeit in dieser Runde wieder unbeschwerter zusammen kommen konnte. Sowohl das Üben mit den Gerätschaften, als auch der gesellschaftliche Teil der Übungsdienste sind für uns essenziell. Die Übungsdienste sind ein wichtiger Bestandteil der Feuerwehrarbeit, um die Ausbildung hoch und das Sozialgefüge innerhalb der Mannschaft intakt zu halten.