Küchenbrand

Küchenbrand

Datum: 24. Januar 2019 
Alarmzeit: 20:17 Uhr 
Alarmierungsart: DME, Sirene 
Dauer: 5 Stunden 13 Minuten 
Art: Brandeinsatz  > B2  
Einsatzort: Ronnenberg, Hagacker 
Mannschaftsstärke: 37 
Fahrzeuge: DLK 23/12 , ELW 1 , GW-A (FTZ) , HLF 20 , MZW , SW 2000 (FTZ) , TLF 16/25  
Weitere Kräfte: FF Benthe, FF Empelde, FF Ihme-Roloven, FF Laatzen, FF Linderte, FF Weetzen, NEF, Polizei, RTW, SEG Empelde 


Einsatzbericht:

 

Am Donnerstagabend wurden wir zu einem Küchenbrand im Hagacker alarmiert. Noch auf der Anfahrt zum Feuerwehrhaus erhöhte die Leitstelle aufgrund mehrer eingehender Anrufe auf „Vollalarm“, sodass auch die Sirenen im Ort zu hören waren.

Dem ersten eintreffenden Fahrzeug bot sich dann folgende Lage: Die gesamte Wohnung im zweiten Obergeschoss stand vollständig in Brand, Flammen schlugen durch den teilweise schon beschädigten Dachstuhl. Sofort erhöhten wir um eine weitere Alarmstufe, sodass auch die Ortsfeuerwehren Weetzen, Ihme-Rolven und Empelde hinzualarmiert wurden. In dem Gebäude befindliche Personen waren bereits durch die Polizei und den Rettungsdienst gerettet worden. Sie wurden verletzt in umliegende Krankenhäuser gebracht.

Da das Feuer die betroffene Wohnung schon weitestgehend zerstört hatte, schützten wir im ersten Schritt das unmittelbar angrenzende Gebäude Dazu haben wir mit der Drehleiter eine Riegelstellung von der Straßenseite aufgebaut und zwei Trupps unter schwerem Atemschutz im Innenangriff eingesetzt. Die beiden Trupps mussten jedoch zügig den Rückzug antreten, da der Dachstuhl einzubrechen begann und ihre Sicherheit im Gebäude nicht mehr gewährleistet war. Um die Bemühungen an dieser Stelle zu bestärken wurde eine zweite Drehleiter nachalarmiert. Die Drehleiter der Feuerwehr Laatzen wurde auf der rückwärtigen Seite des Hauses in Stellung gebracht und begann dort mit der Brandbekämpfung. Mit zwei weiteren Trupps wurde über eine Rettungsplattform sowie eine Dachterasse die weitere Brandausbreitung – jeweils mittels C-Strahlrohren – verhindert bzw. auch der vorhandene Brand intensiv bekämpft.

Auf Grund des ausgedehnten Feuers und der erforderlichen intensiven Löschmaßnahmen waren die vorhandenen Löschwasserkapazitäten restlos ausgeschöpft. Es wurden deshalb die Ortsfeuerwehren Linderte und Benthe sowie der Schlauchwagen (SW 2000) der Feuerwehrtechnischen Zentrale nachalarmiert, um Wasser vom Parkplatz des Gemeinschaftshauses und einem Hydranten in der Nähe des Supermarktes in der Straße „Über den Beeken“ zur Einsatzstelle zu fördern. Mehrere Hundert Meter Schläuche wurden verlegt. Darüber hinaus wurde der Gerätewagen Atemschutz der Feuerwehrtechnischen Zentrale zum Auffüllen von Atemluftflaschen und Austausch von Materialien sowie der städtische Bauhof alarmiert. Zusätzlich erschwert wurden die Löscharbeiten durch gefrierendes Wasser, weshalb Mitarbeiter des städtischen Bauhofes Streugut ausbringen mussten.

Nach etwa einer Stunde war das Feuer unter Kontrolle. Durch den einsturzgefährdeten Dachstuhl und die baulichen Begebenheiten dauerte es jedoch noch, bis vollständig „Feuer aus“ gemeldet werden konnte.

Um die Einsatzkräfte bei den eisigen Temperaturen gut mit kalten und warmen Getränken sowie einer warmen Speise versorgen zu können, wurde die Schnelle Einsatzgruppe des DRK alarmiert, die uns hervorragend verköstigten. Vielen Dank an dieser Stelle für eure Hilfe!

Auch die Bürgermeisterin Stephanie Harms und Fachbereichsleiter Wolfgang Zehler machten sich an der Einsatzstelle ein Bild. So konnte – gemeinsam mit dem Eigentümer des Hauses – die Unterbringung der betroffenen Personen organisiert werden.

Nach rund fünf Stunden Einsatzzeit konnten alle eingesetzten Kräfte wieder einrücken.