Sonderdienst „Atemschutz“

Sonderdienst „Atemschutz“

Nach der langen Dienstpause trafen sich unsere Atemschutzgeräteträger an einem der vergangenen Samstage endlich wieder zu einem Sonderdienst im Feuerwehrhaus.

Unter der Leitung unserer Atemschutzgerätewarte Christian und René sowie Gruppenführer Stefan stand der Samstag ganz im Zeichen der Grundlagen eines Innenangriffs. An drei Stationen übten die Teilnehmer die wichtigsten Grundlagen und Techniken des Vorgehens im Brandfall z.B. in einer Wohnung. An jeder der Stationen gaben die Ausbilder eine kurze, theoretische Einweisung in die benötigten Ausrüstungsgegenstände sowie die zu erfüllenden Aufgaben. Danach durften die Teilnehmer das Gelernte praktisch anwenden.

Station 1 „Suchen und Retten“

Das Thema der ersten Station lautete „Suchen und Retten von vermissten Personen“. Hierzu hatten wir unseren Schulungsraum mit einer Nebelmaschine auf „Nullsicht“ eingenebelt. In diesem Raum hatten die Ausbilder unsere 75kg schwere Übungspuppe versteckt, die sie als eine bewusstlos gewordene Person an die vorgehenden Trupps meldeten. Die Trupps sollten den Patienten dann mit den üblichen Suchtechniken und unter Zuhilfenahme unserer Wärmebildkameras ausfindig machen und aus dem „Brandraum“ retten.

Station 2 „Schlauchmanagement und Rauchverschluss“

Die zweite Station drehte sich um das richtige Vorgehen mit Schlauchpaket und Strahlrohr sowie das Setzen des mobilen Rauchverschlusses. Für das so genannte Schlauchpaket wird ein normaler C-Schlauch so zusammengelegt, dass er sich bei „Wasser marsch“ automatisch ringförmig ausbreitet. Diese Ringe (auch „Loops“ genannt) vereinfachen im Anschluss das Vorgehen des Trupps, da der Schlauch sich so besser nachführen lässt. Darüber hinaus trainierten wir in diesem Zuge den richtigen Umgang mit unseren Hohlstrahlrohren und wie sich Wasserschäden beim Löschen damit vermeiden lassen.

Den mobilen Rauchverschluss setzen wir an der Rauchgrenze eines Brandobjektes, um die Ausbreitung der giftigen und Sicht behindernden Rauchgase zu unterbinden, wenn wir das Objekt betreten.

Station 3 „Notfallrettung“

Bei der letzten Station lag das Augenmerk auf den Aufgaben des Sicherungstrupps. Dieser Trupp wird bei jedem Innenangriff bereitgestellt, um im Falle eines Atemschutznotfalls sofort eingreifen zu können. Das Szenario dieser Station bestand darin, dass eine Einsatzkraft einen Defekt an ihrem Atemschutzgerät hatte und daraufhin verunfallte. Um dem verunglückten Trupp bestmöglich helfen zu können, schulten wir an dieser Station vor allem die Crashrettung in einen sicheren Bereich und die Nutzung unserer Notfalltasche. Wichtig ist, dass zuerst die Rettung in den sicheren Bereich durchgeführt wird, um keine weiteren Einsatzkräfte zu gefährden. Aus dem sicheren Bereich heraus kann dann im Anschluss jede weitere Maßnahme, wie z.B. der Austausch der Luftversorgung, durchgeführt und die Einsatzkraft schonend gerettet werden.

Nach diesem anstrengenden aber sehr lehrreichen Vormittag führten wir bei einem gemeinsamen Mittagessen eine Manöverkritik sowohl für die Ausbilder als auch für die Teilnehmer durch. Im Anschluss daran stellten wir die Einsatzbereitschaft unserer Fahrzeuge wieder her.