Schon ein kleiner Böller zerreißt einen Schweinefuß

Von Carsten Fricke Ronnenberg.

Ohrenbetäubende Explosionen und laute Schreie haben gestern auf dem Festplatz für Aufsehen gesorgt: Zum Abschluss einer zweitägigen Brandschutzübung mit den Sechstklässlern der KGS Ronnenberg setzte die Feuerwehr auf den Knalleffekt und wies die Schüler auf diese Weise eindrucksvoll auf die Gefahren von Pyrotechnik hin. „Mit diesem Ding ist nicht zu spaßen“, sagte der stellvertretende Ortsbrandmeister Peter Schlote über einen kleinen Böller. Um dessen Wirkung zu demonstrieren, zündete Gruppenführer Bernd Kmiec-Schulz den Sprengkörper in einem Schweinefuß, der von der Explosion weggeschleudert und zerrissen wurde. „Wäre das eine Hand gewesen, wäre sie nicht mehr zu retten“, sagte Schlote. Die Feuerwehrleute zeigten den Schülern auch, wie leicht Verletzungen mit Bengalo-Fackeln entstehen können. Zusätzlich erfuhren die Schüler, dass ein Benzinbrand am besten mit einem Pulverlöscher bekämpft wird und dass ein Fettbrand in einem Topf nie mit Wasser gelöscht werden darf, sondern der Deckel genügt, um die Flammen zu ersticken. „Ich fand es sehr erschreckend, wie laut die kleinen Böller waren“, sagte Julia (11). Auch Luca (12) war sichtlich beeindruckt. „Ich habe früher kleine Böller mit meinen Freunden gezündet. Das werde ich in Zukunft nicht mehr machen, denn ich will meine Hände noch lange behalten.“

Bernd Kmiec-Schulz (links) zündet eine sogenannte Rauchbombe und klärt die Sechstklässler über die Gefahren des Rauches auf.

Quelle:
Calenberger Zeitung vom 04.05.2013