Atemschutztraining (Fotos)

Atemschutztraining (Fotos)

Auf Einladung der OFW Barsinghausen hatten am 30.07.2010 acht Atemschutzgeräteträger unserer Ortsfeuerwehr und der stv. Stadtbrandmeister die Gelegenheit, an einer Wärmegewöhnungsübung teilzunehmen.
Die Ausbildung erfolgte auf einem Übungsgelände im Stadtgebiet Hannover.

Zunächst theoretische Einweisung…
Nach einer theoretischen Einweisung in die Handhabung von Hohlstrahlrohren , Wärmebildkamera und das korrekte Anlagen der Schutzkleidung wurde das Vorgehen im „Seitenkriechgang“, Wärmekontrolle und Verhalten bei einer Durchzündung geübt.

… dann ab in die Praxis…
Anschließend wurde in einem Kellerraum ein Stapel Holzpaletten angezündet. Hier konnten wir die Theorie in der Praxis anwenden.
In 4er Gruppen bestand jetzt die Möglichkeit unter realistischen Bedingungen, mit Hitze und Rauch unter Atemschutz einen Löschangriff vorzunehmen.

… vorgehen…
Bei der Wärmegewöhnungsübung gehen die Atemschutzträger so nahe wie möglich an den Brandherd heran, um die eigenen Grenzen kennenzulernen. Zweck dieser Übung ist, richtiges Vorgehen bei der Brandbekämpfung zu trainieren. Tiefste Gangart sowie gezielter Wassereinsatz sind hierfür notwendig. Wird zu viel Wasser eingesetzt, so wird der vorgehende Trupp durch den entstehenden Wasserdampf „bestraft“: Braucht der Trupp zu lange für die Brandbekämpfung, steigt die Temperatur im Brandraum extrem an. Eine richtig dosierte Wassermenge und richtiges Vorgehen werden auf diese Weise trainiert.

Hier zeigte sich wie wichtig die 3-lagige persönliche Schutzausrüstung inkl. Flammschutzhaube für einen sicheren Einsatz ist.

… mit den Vorzügen einer Wärmebildkamera…
Im Laufe des Einsatzes konnten wir dann mit der Wärmebildkamera der OFW Barsinghausen den Einsatz fortführen. Die Wärmebildkamera durchdringt auch dichten Rauch und liefert gut aufgelöste Bilder von der Umgebung. Personen können so schneller gefunden, Brandherde lokalisiert und Schäden vermieden werden.

Die Einsatzzeit und somit die Belastung der Feuerwehrkameraden einschließlich der damit verbundenen Gefahren konnte damit erheblich gesenkt werden.

Durch fehlende Objekte und hohe Umweltauflagen, wird es für uns immer schwieriger solche realistischen Ausbildungen durchzuführen. Somit war dieses eine der wenigen Gelegenheiten das gelernte in der Praxis anzuwenden.